Kelten

Als Kelten (lat. celtae, galli, griech. keltoi, galatai – die Tapferen, die Edlen) bezeichnet man eine Gruppe von Völkern und Stämmen in Europa und Kleinasien, die sich durch kulturelle Gemeinsamkeiten und verwandte Sprachen auszeichnen. Das Auftreten der Kelten ist erstmals im 6. Jahrhundert vor der Zeitrechnung belegt. In ihrer weitesten Ausprägung reichte die keltische Kultur von Irland, Südostengland, Nordspanien und Frankreich im Westen bis Westungarn im Osten, von Oberitalien im Süden bis zum nördlichen Rand der Mittelgebirge. Außerdem gab es das Siedlungsgebiet der Galater in Anatolien.

Es ist fraglich, ob die Kelten eine geschlossene Ethnie bildeten. Eine eindeutige Abgrenzung zu den germanischen Stämmen ist nicht möglich. Ein wichtiger Unterschied, blickt man auf die archäologischen Befunde, sind die stadtähnlichen Siedlungen, die die Kelten errichteten, während die Germanen in Dörfern lebten, deren Größe etwa bei 200 Einwohnern lag.

Zurück

Letzte Änderung: 26.12.2008