Fenris

Der Fenriswolf ist in der nordgermanischen Mythologie ein Kind des Gottes Loki und der Riesin Angrboda. Er wächst ständig und ist am Ende so riesig, dass er, wenn er sein Maul aufreißt, mit der Schnauze den Himmel und dem Unterkiefer die Erde berührt.

Die Götter fühlten sich von Fenris bedroht und brachten ihn nach Asgard, um ihn dort zu fesseln. Die dafür hergestellten Ketten zerriss der Wolf jedoch mühelos. Daraufhin wurde eine magische Fessel namens Gleipnir verwandt, die die Alben aus den Sehnen der Bären, dem Atem der Fische, dem Speichel der Vögel, dem Bart der Frauen, dem Geräusch eines Katzentritts und den Wurzeln der Berge hergestellt hatten.

Fenris war mißtrauisch und forderte - als Pfand dafür, dass alles mit rechten Dingen zugehe -, dass einer der Götter seine Hand in seinen Rachen lege. Dies tat Tyr - und verlor seine Hand, als Fenris merkte, dass er die magische Fessel nicht sprengen konnte. So wurden die Asen vor der Gefahr durch den Fenriswolf gerettet.

Das Heulen des Fenriswolfs wird das Weltenende, das Ragnarök, ankündigen. Fenris wird sich losreißen und die Sonne verschlingen, so daß die Welt in Dunkelheit fällt. (Nach einer anderen Version sind es die von Fenris abstammenden Wölfe Skalli und Hati, die Sonne und Mond über das Firmament jagen und schließlich verschlingen.) Fenris vernichtet am Ende Odin und wird seinerseits von Odins Sohn Vidar getötet.

Gedicht über den Fenriswolf (P. Eigensatz)

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Letzte Änderung: 02.12.2009