Fenja

Fenja ist eine Sagengestalt der Jüngeren Edda.

König Frodi, der im Norden zu einer Zeit des Friedens herrscht, kauft zwei Mägde aus dem Geschlecht der Riesen, Fenja und Menja. In einer magischen Mühle namens Grotti müssen sie für ihn einen riesigen Mühlstein drehen und ihm so Glück, Macht und Wohlstand mahlen. Der gierige König lässt ihnen keine Rast, nicht länger, als der Kuckuck schweigt oder ein Lied währt, dürfen sie ruhen.

Fenja und Menja sinnen auf Rache und singen des Nachts ein Lied, das Grottasöngr, in dem sie sich an ihre kämpferische Vergangenheit erinnern. Fenja singt:

Hände sollen halten
harte Schäfte,
blutge Waffen!
Wache, Frodi!
Wache, Frodi!
Willst du hören
unseren Sang
und alte Sagen!

Mit diesem Lied beschwören sie ein magisches Heer unter der Führung des See-Königs Mysing herauf. Mysing erschlägt Frodi und seine Mannen. So endet auch Frodis Friede, das Goldene Zeitalter. Mysing macht reiche Beute und nimmt die Mühle, Fenja und Menja mit auf sein Schiff. Auch er ist unersättlich, die Riesinnen müssen für ihn Salz mahlen, so lange bis das Schiff sinkt. Es bildet sich ein Strudel und das Schiff verschwindet in der Mitte des Mühlsteins. Seitdem ist die See salzig.

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Letzte Änderung: 26.12.2008