Album Rezension, Nov. 2013 | Album review, Nov. 2013

lingouf - Illumina-TV [Ant-Zen, 2013]

★★★★★★★★☆☆ (8/10)

Artist/Label Review



Wie das Cover schon erahnen läßt, gibt es heute ein verspieltes, experimentelles Album. Im Grunde ist es Rhythmic Noise, was der Franzose Vincent Ingouf in liebevoller Weise produziert hat. Freilich stellenweise mit Techno, Breakcore und Dubstep durchsetzt. Auf eine eigenartige Art passt aber alles zusammen, was da an wundersamem Getier aus dem Fernsehgerät kriecht. Tonschnipsel jeglicher Couleur werden zurechtgefeilt und eingesetzt.

Schon erstaunlich was für einen Schaffenskraft er hat, das letzte Album „Lucélma“ ist gerade 3 Monate her, da kommt schon das Nächste.

Wobei die Reihenfolge wohl anders herum ist, und nur die Veröffentlichung durch Ant-Zen sich verzögert hat.

Daher ist es nicht verwunderlich, daß er sein eigenes Label „Otolythe“ betreibt. Die Grafiken welche ebenfalls in Eigenregie zustande kommen passen daher auf vergnügliche Weise zum Gesamtkonzept, man schaue sich nur seine durchgestylte homepage an. Alles aus einem Guß. So ein hingebungsvolles Wirken ist heutzutage selten geworden, ist doch das meiste schnelllebig und hingeworfen.
Durch das leicht chaotische Konzept wird er es jedoch schwer haben, die angebrachte Aufmerksamkeit zu erlangen. Schade eigentlich.
Fenris W.


By taking a look at the cover, you almost already know what's coming your way. Today I will review a playful, experimental album. Essentially its 'Rhythmic Noise' , produced by the French guy Vincent Ingouf in a lovely fashion. Of course it is dotted with Techno, Breakcore and Dubstep at some points. The wondrous critters creeping out of the TV-Set all come together in a strange, yet beautiful way. Sound samples of all kind get rigged up in order to fit the set.

His creative output is pretty remarkable, the latest album "Lucélma" was released only 3 month ago, ups, there comes the next one.

The order should be reversed, because this release was obviously delayed by German label Ant-Zen.

So it's no wonder that he runs his own label "Otolythe". The artwork, which is done by him as well fits the bill amusingly. You only have check his completely integrated homepage. One joint force. Such dedication has become very rare indeed, since other stuff is most of the time fickle and not thought through.
Due to his slightly chaotic concept he will find it hard to obtain the deserved attention. That's a pity for sure.
Fenris W.


Album Rezension, Okt. 2013 | Album review, Oct. 2013

Hecq - Horror Vacui [Hymen, 2013]

★★★★★★★★★☆ (9/10)

Artist/Label Review



Heute geht es in den Grenzbereich des Post-Industrials, zur Intelligent Dance Music, kurz IDM. Angst vor der Leere, also den „Horror Vacui“ braucht man nicht zu haben, obwohl die Stücke alle instrumental gehalten sind. Im Gegenteil würde ich meinen, am besten man hört die Tracks sehr laut, oder gleich mit Kopfhörer. Nur dann bekommt man die Feinheiten, die in diesem Klanguniversum lauern, ungefiltert ins Gehirn. „Horror Vacui“ ist ein Überblick von 2001 bis 2011. Das macht die Angelegenheit sehr abwechslungsreich, da man unveröffentlichtes, Demos und Remixe zusammengestellt hat.

Das ist nicht nur IDM, das ist VIDM. Very Intelligent Dance Music sozusagen. Derartig auf den Punkt gebracht, schiere Perfektion. Produktionstechnisch gehts nicht besser. Da verwundert es einen nicht, daß seine Klangmalereien auch kommerziell in Werbespots zum Einsatz kommen. Ben Lukas Boysen alias Hecq gibt sich nicht mit halbgaren Sachen zufrieden, alles ist bis auf Letzte ausgereizt. Die Remixe am Schluß würzen das Ganze zusätzlich mit Dubstep.

Der erste Titel ist zugleich die allererste Aufnahme die dieser Künstler jemals gemacht hat, ambiente Klangflächen unterbrochen von rhythmischen Einsprengseln, das man dann folgerichtig als Glitch bezeichnen kann. Nummer 4 „Rye“ kommt komplett ambient daher, sehr elegisch.

Das folgende „DKmajestic“ von 2004 ist viel ausgereifter, geradezu magisch dynamisch, wie oben im Video zu hören ist. Einfach die Augen schließen und eintauchen in die Atmosphäre.

Weiter geht es mit ein paar experimentelleren Klangproben die 2006 - 2011 entstanden sind, jedoch nicht minder reizvoll. Seltsamerweise bringen die Remixe im letzten Drittel des Albums keinen zusätzlichen Gewinn, sonder demontieren eher den ihm eigenen ausgefeilten Klangcharakter. Abzug gibts wegen dem Artwork, daß ich mir eher in der Darkwave/Gothic Ecke vorstellen kann, zur abstrakten Musik eher unpassend. Vielleicht gibts dafür einen extra Anlaß, spontan erschließt sich mir jedenfalls der Zusammenhang nicht.
Zusätzlich möchte ich den verantwortlichen fürs Mastering nennen, Andreas [LUPO] Lubich, der einen wundervollen Job gemacht hat.
Fenris W.


Today we take a trip to a border area of Post-Industrial, to IDM, short for Intelligent Dance Music. No one has to be afraid of the void, the "Horror Vacui", although the titles are entirely instrumental. Quite the contrary I would say, most suitable the tracks are either played on high volume, or listened by headphones. So the sophisticated gestures hidden in this sound universe get straight into ones mind. "Horror Vacui" features songs spanning the first decade of Hecq, from 2001 - 2011. Unreleased material, demos and remixes finally see the light of day. That makes the trip a diversified one.

This is not simply IDM, but VIDM, Very Intelligent Dance Music, taken to the extreme, utmost perfection. Sound editing and production are excellent. Ben Lukas Boysen aka Hecq, seems not to be satisfied with half-baked stuff, everything is exploited to the max. So it is not surprising that his sound collages are being commercially used in TV ads. The remixes at the latter part of the album, sprinkle some additional Dubstep on top.

The first title marks at the same time the very first recording by the artist, ambient soundscapes intercepted by rhythmic scatters, tag as "Glitch". #4 entitled "Rye" is a track in an elegiac ambient style.

The follow up "DKmajestic" from 2004 is matured, dynamic, a real gem. Decide for yourself when watching the video above. Close your eyes and drift away.

The story continues with sound experiments dating from 2006 - 2011, which are not at all boring. The remixes in the final third strangely enough fail to give additional benefit, rather undermine his nuanced approach. The artwork for this abstract album is somewhat misleading, it would fit better in the Darkwave/Gothic genre. Maybe I am missing something here, but at first glance I cannot see the connection.
Furthermore I would like give a shout-out to Andreas [LUPO] Lubich, who did a marvelous job in mastering this compilation.
Fenris W.


Album Rezension, Sept. 2013 | Album review, Sept. 2013

VA - Death # Disco Compilation Vol. III [death-disco.de, 2013]

★★★★★★★★★☆ (9/10)

Compilation Review



Ab und zu sollte man über den Tellerrand hinausschauen. Dazu machen wir einen Schritt in die Synthie Ecke mit dem dritten Sampler der Berliner Clubnacht Veranstalter „Death # Disco“. Größtenteils unveröffentlichte Stücke bzw. unveröffentlichte Versionen versammelte man zu einem hochwertigen Querschnitt durch die momentan angesagte Minimal Eletro/Coldwave Szene.
Die 21 Titel geben einen guten Überblick des aktuellen Treibens, in der Mehrzahl up-tempo Nummern, die eine Club Compilation auch erwarten läßt. Keine Spur von andern Orts gehörtem Minimal Synth Dilettantismus, es wurden durchweg anspruchsvolle Gruppen ins Boot genommen. Darunter richtige Tanzflächen Hits wie der Opener „Eleven Pond - Sex Robot“. Der New Yorker machte schon Musik in den 80ern und steht nun wieder auf der Bühne, und das mit viel Vergnügen, wie es scheint. Fabelhafter Track. Dazu zählt ebenso die #4 der Londoner Boy Band „Ulterior“, welche das Tanzbein jucken läßt. Das „Technopop“ Label, daß sie sich selber aufkleben, ist gar nicht so weit hergeholt. Es folgen Coldwave Lieder von „Xiu“ und „//Zoo“, welche einen zurück die 80er beamen, man denke an Bands wie „Trisomie 21“ oder „Crawling Chaos“.

Die Pariser Electro-Punk Duo „Frank (Just Frank)“ und die „Ill Winds“ aus der deutschen Hauptstadt, lockern mit ihrem flotten Sound die Gehörgänge auf. Bei den ersteren muß ich an die französischen „Charles De Goal“ denken, die leider immer noch ein Geheimtip sind, und wahrscheinlich auch bleiben werden. „Lebanon Hanover“ ist Geschmackssache, mir ist der Gesang zu dünn.

Der angekündigte „Post-Punk“ kommt gegen Ende mit „The Lost Rivers“, sowie der akustischen Cover Version „Heartland“ von „Kiss the Anus of a Black Cat“, im original natürlich von „The Sisters Of Mercy“. Leider gewinnt das Stück in dieser Fassung wegen der flachen Stimme des Sängers nichts hinzu. Aus dem Rahmen fällt der kurze Schlußpunkt des fleißig in Deutschland tourenden Amerikaners „King Dude“ mit seinem dreckigen Folk Rock.

Das Minimal Synth/Cold Wave Genre wird hier nicht neu erfunden, aber amüsant und talentiert neu interpretiert. Die Gäste werden den Verantwortlichen im hippen Berlin so schnell nicht ausgehen, sodaß man sich auf weitere liebevoll gemachte Death # Disco Compilations freuen darf.
Fenris W.


From time to time it is useful to broaden the horizon. We take a step into the Synthie universe out there, following the path by the Berlin managers of the "Death # Disco" club events. Mostly previously unreleased tracks or unreleased versions were gathered to present a high quality profile of today's trending Minimal Electro/Cold Wave scene.
21 titles outline what's going on right now, mainly up-tempo songs which one would expect listening to a club sampler. Often heard Minimal Synth amateurs were sorted out, only renowned bands are featured. Real dance floor smashers amongst it, like the opener "Eleven Pond - Sex Robot". The New Yorker started out in the 80s and plays live shows yet again nowadays, apparently with lots of fun. An amazing tune. In the same vein is track #4 by the London based boy band "Ulterior", which know how to write a great party song. The "Technopop" tag, which they apply to themselves is not far fetched. Next the sound swings to "Cold Wave" as played by „Xiu“ and „//Zoo“, it beams the listener back to the 80s in an instant. Reminiscent of bands like "Trisomie 21" or "Crawling Chaos", acclaimed peers of that genre.

The Electro-Punk duo out of Paris "Frank (Just Frank)" and Berlin natives "Ill Winds", stirring up the mix with their lively contributions. The first ones remind me of the French group "Charles De Goal", unfortunately still a insiders' tip, and will probably remain one. "Lebanon Hanover" is debatable, the vocals are too brittle according too my taste.

The announced "Post-Punk" is kept for the end of the CD for "The Lost Rivers", and an acoustic cover version of "Heartland", of course written by "The Sisters Of Mercy", performed here by "Kiss the Anus of a Black Cat". They fail to add something new to the original, due to the monotonous singing. The final song is by American "King Dude", which is busy touring Germany for the last years, a short rough Folk-Rock entry, totally out of line.

The Minimal Synth/Cold Wave genre is not redefined on the album, but skillfully re-interpreted and a great pleasure to listen.
Fenris W.


Arduinna - Winter Ruins [Seventh Crow Rec., 2013]

★★★★★★★☆☆☆ (7/10)

Artist Review



Nach dem ersten Album „Wéris“ von 2011 ist dies das zweite Werk, der (noch) weitgehend unbekannten wallonischen Künstler. Das Dark Ambient / Martial Industrial / Ethereal / Neoclassical Duo: Christophe De Nockere und Tim Dobbelaere stammt aus dem Hohen Venn der Ardennen. Die Naturfreunde verpacken ihre raue und urtümliche Heimat in sagenhafte Klanggemälde. Einige Mühe hatten sie damit es zu veröffentlichen. Im zweiten Anlauf klappte es dann beim französischen Label „Seventh Crow Records“. Wäre schade gewesen, wenn diese Perlen das Tageslicht nicht erblickt hätten.

Das Album ist seit März als CD und download auf bandcamp erhältlich. Mit der Ausarbeitung der 11 Titel hat man sich hörbar angestrengt, klingt doch alles wohl durchdacht, gut abgemischt und produziert. Da gibts keine billigen Synthies à la Polen oder Ukraine aufgetischt, wo das Material lieblos am Rechner zusammengesetzt wurde. Ich vernehme deutlich analoges Schlagwerk, diverse selbst eingespielte Streich- und Zupfinstrumente, die sich in durchkomponierten Strukturen und Arrangements stimmungsvoll in die Gehörgänge einschleichen. „Winter Ruins“ passt auch zur Jahreszeit des ausgehenden Sommers / Herbstanfangs vortrefflich, sind doch die Nächte längst nicht mehr so lau. Wo „Wéris“ noch mehr nach Ambient geklungen hat, ist der Nachfolger viel erwachsener geworden und breiter angelegt.

Auf dem eigenen Youtube Channel wird das zugehörige Artwork der Zwei sichtbar. Drei Viertel der Titel des Albums hat man mit stimmigen Landschaftsbildern in s/w selbst filmisch inszeniert, was die Musik abstrahiert und viel Raum für die Phantasie des Zuhörers läßt.
Mein persönlicher Favorit ist das Stück „Aigéan“, welches sich dynamisch nach oben schaukelt, dunkel wabernde Synthie Flächen, angefacht von einsetzenden Trommeln. „Eryri“ und „Amaroq“ sind weitere imposante Titel.
Auf ihrer Facebook Seite steht, daß für das dritte Album die Gastsängerin Alessia Cicala von „Atrium Animae“ mit eingeplant ist. Das wird ihrer Musik zusätzliche Schubkraft geben, und sie in die Nähe ihrer Vorbilder Sephiroth bzw. Arcana rücken.

Fenris W.


After the first album "Wéris", released 2 years ago, this is the second full length CD, by the (still) largely unknown Walloon artists. The Dark Ambient / Martial Industrial / Ethereal / Neoclassical duo: Christophe De Nockere and Tim Dobbelaere hails from The Hautes Fagnes (The Ardennes), a high plateau with boggy heath and woods, windswept and rather wild. The nature lovers wrap their rough and unspoiled home in mythical sound creations. They had some trouble releasing it though. Successful was the second attempt with the French "Seventh Crow Records" label. A pity if those gems wouldn't have seen the light of day.

"Winter Ruins" is available since March as a regular CD and download from bandcamp. They took obvious effort in elaborating the 11 tracks, everything sounds thought through, well mixed and produced. There are no cheap synthies, as heard in Polish or Ukrainian music for example, where the material is unlovingly put together on the desktop. I clearly sense analogue percussion and miscellaneous stringed and plucked instruments brought in by themselves. The sound creeps in the listeners ears by through-composed structures and arrangements full of atmosphere. "Winter Ruins" also fits brillant in late summer/early autumn, where mild nights left us for good. Its predecessor "Wéris" sounds much more ambient, whereas the second album is mature and wide-ranging.

On Arduinna's YouTube channel the artwork becomes apparent. Three quarters of the album tracks are presented online in consistent b/w landscape imagery filmed by the band. It offers a different perspective on the music, and lets enough space for the listeners to dwell on.
My personal favorite is "Aigéan", dynamically swinging itself up, dark brooding synthie bass-lines, stepped up by large drums. Furthermore "Eryri" and "Amaroq" are impressive titles too.
They mention on their facebook page, that it is planned to collaborate with guest vocalist Alessia Cicala from "Atrium Animae" on the next album. This will give an additional boost to the band's fortune, and lift them further towards their peers "Sephiroth" or "Arcana".

Fenris W.


Album Rezension, Juli 2013 | Album review, July 2013

Weh - Folkloren [SoulSeller Rec., 2013]

★★★★★★★★☆☆ (8/10)

Artist Review



Ein ziemlich kurzes (40:15 min), ruhiges, unspektakuläres und somit belangloses Album sollte man denken. Aber weit gefehlt, manch anderer Neofolk Barde könnte sich bei dem Norweger Erik Evju eine Scheibe Gesangs- sowie Kompositionstalent abschneiden. Das Ein-Mann Projekt, veröffentlicht auf dem niederländischen „Soulseller“ Metal-Label. Weil der Protagonist aus dem Metal Umfeld kommt, erscheint die Produktion hier logisch, andererseits aufgrund des Dark Folks/Neofolks der abgeliefert wird, wird er es dort schwer haben.
Sicherlich nichts für harte Jungs.

Die besten Titel für meinen Geschmack sind: „Every Leaf And Branch Will Tremble“, „I Let The Night Cover Me“ und „Long Days Of Winter“. Erik untermalt seine Akustik Gitarre nur ganz sachte mit Keyboard, Klavier oder Violine, von Percussion läßt er ganz die Finger, was völlig richtig scheint, wenn man seiner Musik lauscht. Die Gesangsspuren werden im Editing mehrfach übereinander gelegt, so daß die Scheibe nie eintönig wirkt. Hier ist weniger mehr, was selten der Fall ist, weil da kommt es darauf an, ob mans kann. Jeder Fehler ist bei dieser Puristik unverzeihlich. Und er kanns! Wie oben schon erwähnt, da sieht mancher Genrekollege blaß dagegen aus. Seine warme, intime Stimme trägt das komplette Werk. Die Erfahrung von 11 Jahren musizieren spürt man von Anfang an. Wie im letzten Album „En Natt Kom Doed“ wird abwechselnd norwegisch und englisch gesungen. Es wirkt alles sehr anschmiegsam, aber an keiner Stelle beliebig.

Nach einer Doppel-Compilation von 2010, in der die frühen Aufnahmen versammelt sind, ist „Folkloren“ das dritte Album. Ich hoffe es werden noch viele gefühlvolle Werke folgen.

Fenris W.


A rather short (40:15 min), tranquil, unspectacular and therefore insignificant Album one might think. Far from it. Several other Neofolk bards could take a leaf out of his book, considering the vocal and musical talent by Norwegian Erik Evju. A One-man project, released on the Dutch 'Soulseller' Metal label. Since the protagonist stems from the metal genre, it seems obvious to have chosen it, on the other hand he will find it hard to compete with the recorded Dark Folk/Neofolk. Incompatible with those 'metal heads' for sure.
To my taste the best tracks on the album are: "Every Leaf And Branch Will Tremble", "I Let The Night Cover Me" and "Long Days Of Winter".

Erik accentuates his acoustic guitar play only very slightly by keyboard, piano or violin, he abstains from percussions, what seems correct when listening to his sound. The vocal tracks are multiplied in the editing process, so the CD never becomes dreary. 'Less is more', what rarely is true, 'cos here the real top-notcher shows off. Every mishap is unforgiving, while playing this pure sound. But he is absolutely flawless. As mentioned above, he leaves some other genre colleagues in the dust by "Folkloren". His warm intimate voice carries it entirely. The 11 years of artistic experience are felt instantaneously. Like on the last album "En Natt Kom Doed", Norwegian and English lyrics are alternating. The whole material sounds very pleasant, but at no point arbitrary.

After a double compilation in 2010, where early recordings are gathered, this is the third album to date. I hope many other subtle works will follow suit.

Fenris W.


Album Rezension, Juni 2013 | Album review, June 2013

Chaostar - Anomima [Season Of Mist, 2013]

★★★★★★★★★☆ (9/10)

Artist Review



Um es gleich vorweg zunehmen, was bei „Anomima“ (griech.: Sünde) geboten wird ist schlicht atemberaubend. Komponist Christos Antoniou, der eigentlich Kopf und Gitarrist der Black Metal Band „Septic Flesh“ ist, hat sich auf dem vierten Album seines Seiten-Projekts so richtig ausgetobt. Es liegt in einer „normalen“ CD-Ausführung vor, und in einer limitierten Version mit zusäztlicher DVD, die das Making of mit dem „FILMharmonic Orchestra und Chor Prag“wiedergibt, plus „Canticles 2“. In punkto Vielseitigkeit und radikalen Abkehr vom Metal übertrifft sie den Vorgänger „Underworld“ von 2008. Man hat sich sichtlich zeit für die Reife der Stücke gelassen. Das bleibt nicht unbemerkt. Sehr starker Tobak, für manchen vielleicht zu stark, jedoch auf brilliantem technischem sowie musikalischem Niveau. Keine Musik für zwischendurch, man muß sich darauf einlassen und wird belohnt.

Es geht einmal quer durch den ganzen Gemüsegarten: Neoclassical, Modern Classical, Martial Industrial, Ethereal, Ethnic, Avantgarde, Oper und Jazz, den Erzähler der eine Soundtrack-artige Atmosphäre erzeugt nicht mitgerechnet. Herausragend neben den Kompositionen und der Produktion ist die Stimme von Androniki Skoula. Die Frau ist Musik in den Ohren. Außer dem Gesang, zeichnet sie für die Liedtexte verantwortlich. Vorgetragen werden diese in japanisch, englisch, französisch, italienisch, griechisch und deutsch.

Den Auftakt macht das gespenstisch anmutende japanische „間 (Ma)“. Dessen gesprochener Text übersetzt ins englische bedeutet:
The way to above and to below is one and the same.
My Path is High,
Above the sky,
Where you can fly or you can die
You can't enter twice...

Ma... [...]

Selten so ein vorzügliches Kabinettstückchen gehört. Überbordende Klanggemälde, dramatischer Neoclassical/Martial Industrial erzeugt mit akustisch eingespielten Flöten, Streichern unterstützt von diversen Schlaginstrumenten. Anschließend gehts in die Oper („Medea“) bzw. ins Musical („Dilate the Time“). Bei „Medea“ erinnert das Organ der Sängerin an ihre Landsmännin Diamanda Galás, die ihr in deren schieren Stimmdynamik ebenbürtig ist. Weiteres Glanzlicht ist „Truth Will Prevail“, wo es mit Synthies bombastisch zur Sache geht.

Die Zugabe der DVD markiert ein Bonus des Titels „Canticles“, in einer überarbeiteten Version. Was an ihrem populären Stück dran sein soll, bleibt mir allerdings verborgen, bietet der doch nicht mehr als den üblichen Aggrotech/Dark Electro.

Eingerahmt wird das Epos durch die passende grafische Gestaltung des französischen Künstlers „Valnoir“, sichtlich inspiriert durch die Wiener Sezession, die um 1900 ihren Anfang hatte.

Fenris W.


At the outset I would like to comment on what "Anomima" (Greek for: "Sin") holds, because it is simply breathtaking. Composer Christos Antoniou, head and lead guitar player of Black Metal band "Septic Flesh", is really rocking himself on the fourth album of his Side Project. It is released as a stand alone CD version, as well as a limited edition with an additional DVD, featuring the Making of by "FILMharmonic Orchestra and Choir of Prague" and "Canticles 2". Topping its predecessor "Underworld" dating from 2008, in respect to versatility and the radical distancing from the Metal genre. They obviously did not hurry with this CD release, that does not pass unnoticed.
Rather strong meat, for some perhaps to strong, however on a brilliant technical and artistic level. Certainly not easy to digest, but rewarding the effort.

It's all over the map: Neoclassical, Modern Classical, Martial Industrial, Ethereal, Ethnic, Avantgarde, Opera and Jazz, not included the narrator inducing a soundtrack-like atmosphere. Besides the composition and production, the vocals by Androniki Skoula are exceptional. The woman is music to the ears. Apart from the vocals, she is responsible for the lyrics too, interpreting them in Japanese, English, French, Italian, Greek and German.

Kicking off with the haunting Japanese "é–“ (Ma)". Its spoken text translates as follows:
The way to above and to below is one and the same.
My Path is High,
Above the sky,
Where you can fly or you can die
You can't enter twice...

Ma... [...]

The succeeding "Un Pensiero Per Il Destino" is amazing. Those gems are very rare. Lush Neoclassical/Martial Industrial soundscapes achieved by acoustically recorded flutes, strings accentuated with various percussions. The next trip leads into Opera ("Medea") plus into Musical ("Dilate the Time"). In "Medea" the erratic vocal expression of singer A. Skoula reminds of her Greek counterpart Diamanda Galás, both seem at par with each other. Highlight #2 indicates "Truth Will Prevail", where vast Synthie layers create a bombastic feeling.

The bonus track on the DVD marks the piece "Canticles 2". What's so special with their most popular song must remain a secret to me. It offers the usual Aggrotech/Dark Electro dance tune.

The corresponding framework for this epic is provided by French graphic artist "Valnoir", which clearly was inspired by the Fin de siècle.

Fenris W.


Album Rezension, Mai 2013 | Album review, May 2013

Vostok - Lo spazio dell'assenza [Golden Morning Sounds, 2013]

★★★★★★★☆☆☆ (7/10)

Auch wenn es musikalisch nicht immer meiner Kragenweite enspricht, und die Instrumentierung gewöhnungsbedürftig ist, will ich heute einen Ausflug in den Chanson, Smooth Jazz, Folk, Akustik Bereich machen. Allein wegen der umwerfenden Stimme der Sängerin Mina Carlucci muß ich eine Kritik verfassen. Das vorliegende Debut Album wurde auf ihrem eigenen Label letzten Monat als CD veröffentlicht, und zugleich auf vostok-project@bandcamp zum Anhören und Download online gestellt. Es ist ein wahrlich schwereloses Werk. Vielleicht wurde deshalb der Bandname „Vostok“, gewählt. Die erste Rakete mit der Juri Gagarin seinerzeit ins All aufgebrochen ist, stand hier Namenspate und inspirierte die Albumgrafiken.

Vostok ist das Bandprojekt von Mina Carlucci (Gesang) und Giuseppe Argentiero (Akust./Klassische Gitarre) aus Italien (Apulien). Sehr gefühlvolle Lieder wie „Le néant scintillant“ (Das funkelnde Nichts) oder „Lacryma“ werden abwechselnd in italienischer und französischer Sprache vorgetragen. Die besten Stücke sind „Come marea“ und „Bonjour tristesse“, in denen das Saxophon nicht vorkommt, bzw. im Hintergrund bleibt, sowie das Rock Schlagzeug fehlt. Man sollte sich eventuell andere Instrumente bzw. Gastmusiker dazuholen. Anstatt des Rock-Schlagzeugs: Percussions und einen zweiten Gitarristen mit einer Rhythmusgitarre einsetzen. Das Saxophon und die Simme der Sängerin interpretieren die Melodie gleichzeitig, das Instrument erdrückt Mina C. förmlich. Das hat das überwältigende, zarte und zugleich kraftvolle Organ von Mina C. nicht nötig. Gegen Violinen und Klavier ist hingegen nichts einzuwenden.

Die Stilbeschreibungen die die Band selbst angibt, laufen größtenteils ins Leere: acoustic darkwave ethereal jazz neoclassical neofolk. Hiervon würde ich darkwave, ethereal, neoclassical und neofolk sofort kassieren wollen. Dafür die oben erwähnten anbringen. Folk, Smooth Jazz, Akustik und Chanson triffts schon eher. Wenn sie das Saxophon weglassen wirds folkiger, was einen alternativen Weg für sie darstellen würde.

Trotz der angeführten Einschränkungen sollte man ihr Debut Album „Lo spazio dell'assenza“ nicht verpassen.

Fenris W.


Even if it is not always according to my taste, and the selected instruments take getting used to, I will dive today in the Chanson, Smooth Jazz, Folk and Acoustic genre. My decision to write this review is solely based on the dazzling voice by the singer Mina Carlucci. The featured Debut album, which has been released on their own label last month, was uploaded on vostok-project@bandcamp as well by the artists, to listen and download. A indeed light and atmospheric album. Perhaps that's why the band name "Vostok" was chosen. The first rocket that ventured into space and took Juri Gagarin with it bears that name, and was inspiration for the artwork as well.

"Vostok" is the project by Mina Carlucci (vocals) and Giuseppe Argentiero (Acoustic/Classical Guitar). They hail from Italy (Apulia). Very subtle songs like "Le néant scintillant" (The sparkling void) or "Lacryma" are sung either in Italian or French. The best pieces are "Come marea" and "Bonjour tristesse", where the Sax is not present, or is just in the background, plus the drum kit is not in use. Maybe one should rely on different instruments, I mean guest musicians. Instead of using a standard rock drum set: percussions and a second guitar player for rhythm guitar. The sax and the vocals interpret the melody at the same time, which smothers her voice literally. Her stunning gentle vocal timbre and at the same time powerful organ deserves better. There is nothing to say against violins and piano though.

The tags used by the artist themselves prove futile: acoustic darkwave ethereal jazz neoclassical neofolk. I would subtract darkwave, ethereal, neoclassical and neofolk immediately, and would rather suggest the ones mentioned above. Folk, Smooth Jazz, Acoustic and Chanson would fit better. If they get rid of the saxophone it would become more folky, what would pave an alternative way for them.

In spite of the expressed limitations in their debut, "Lo spazio dell'assenza" should not be missed.

Fenris W.

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Album Rezension, April 2013 | Album review, April 2013

Lamia Vox - Sigillum Diaboli [Cyclic Law,2013]

★★★★★★★★☆☆ (8/10)

Das zweite Album, übersetzt: „Das Zeichen des Teufels“ dieses russischen Ein-Frau Projekts von und mit Alina Antonova liegt nun vor. Dark Ambient, Ritual- und Martial Industrial in einer außerordentlichen sinnlichen Qualität mit richtigen Instrumenten gespielt . Ich bin froh das auf die obligatorischen Aleister Crowley Samples verzichtet wurde, besten Dank. Mit dem Albumtitel wird schon sehr dick aufgetragen, was ich eigentlich so nicht unterschreiben würde, war das Vorgängeralbum „...Introductio“ von 2010 ungleich wabernder und dunkler. Dem über weite Strecken recht eindimensionalen Erstlingswerk ist ein abwechslungsreiches, vielschichtiges zweites Album gefolgt, daß viele Spielarten miteinander vereinigt.

Stück Nr. 2: „Lapis Occultus“ gab es vorab schon auf dem Kalpamantra Sampler „Krtrima Sprha“ letztes Jahr zu hören. Ihr Beitrag hat mir von den gesamten 75 (!) dort mit am besten gefallen und fand sogleich Eingang in mein „Ostara“ DJ-Set im ABBY .

„Witches Night“ wird mit ätherischem, unterschwelligem Gesang, „Enemy Of Heaven“ mit Marschtrommeln, das hymnische „Liberation“ mit orthodoxen Chorälen unterlegt. Zum Schluß hin holt einen der Ritual Industrial wieder ein.

Inzwischen ist sie vom russischen „Der Angriff“ zum kanadischen „Cyclic Law“ Label gewechselt, wo sie in sehr guter Gesellschaft ist. Alles in allem sehr gut produziert und wohlklingend abgemischt. Musik, Text und Editing in Personalunion zu stemmen verlangt einem Respekt ab.

Fenris W.


The second Album, the titles translates as "The Devil's Mark", of the Russian one-woman project by Alina Antonova is out. Dark Ambient, Ritual- and Martial Industrial, recorded with genuine instruments in an extraordinary sensual way. The obligatory samples by Aleister Crowley were abandoned, thank you very much indeed.

The album title is a little rich, I cannot fully comply with that, sounded its predecessor "...Introductio" from 2010 even more billowing and gloomy. The follow up to the over most parts one-dimensional debut album, is more versatile and multi-layered, incorporating many different styles.
Track #2 "Lapis Occultus" was previously released on the Kalpamantra Compilation "Krtrima Sprha" last year. Her contribution was a favourite of mine amongst the 75 (!) others. I included it right away in my "Ostara" DJ-Set @ABBY Club.

"Witches Night" gets backed with ethereal, subliminal vocals, "Enemy Of Heaven" with marching drums, the hymnal "Liberation" with orthodox choruses. Towards the end Ritual Industrial takes its toll again.

In the meantime she left the Russian "Der Angriff" label for the Canadian "Cyclic Law", where she is in good company. All in all well produced and melodious mixed down. Music, lyrics and sound editing were carried out by herself which garners respect.

Fenris W.

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Album Rezension, März 2013 | Album review, March 2013

The Klinik - Eat Your Heart Out [Out Of Line, 2013]

★★★★★★★☆☆☆ (7/10)

Die Minimal Electro/EBM Pioniere welche mittlerweile schon 28 Bandjahre auf dem Buckel haben beglücken uns mit einem neuen Album. Neben „The Klinik“ gabs und gibts die Vorgängergruppe „Absolute Body Control“ aber das ist eine andere Geschichte.


Review by Fenris W. for WolfHall

Die Grafik entstammt einer Broschüre eines Konzertes, daß 1987 in Ravensburg im Rahmen des „Intergalaktischen Laerm – Struktur Festivals“ stattgefunden hat. Das war der erste Aufritt den ich von ihnnen gesehen hab'. Seit 26 Jahren darf ich mich folglich zu den Verehrer zählen. Das letzte mal sah ich sie 2010 in Leipzig anläßlich des WGT im „Kohlrabizirkus“. Dazwischen liegen noch viele weitere.

Ihre flämischen EBM-Kollegen „Vomito Negro“ haben es kürzlich vorgemacht und ein neues Album veröffentlicht, ganz so lange haben sich Dirk und Marc nicht Zeit gelassen für ihr Revival. Die Gruppe hat sich nie aufgelöst, Der Gründer M. Verhaeghen hat immer die Fahne hochgehalten, freilich mit wechselndem Erfolg. Eric Van Wonterghem, ehemals Dritter im Bunde, verließ die Gruppe schon in der Anfangszeit um mit „Insekt“ auf Solopfaden zu wandeln. Später dann wurde er Mitglied bei „Sonar“, ein Projekt das Dirk Ivens in den 90ern begonnen hat.

„Eat Your Heart Out“ präsentiert ingesamt 9 Titel mit einer Gesamtlänge von 39:37 min. Das Verhältnis von up-tempo zu down-tempo Nummern ist 1:2. Sie haben schon immer viel experimentiert, aber nur 3 nach vorne gehende Titel: „Mindswitch“, „Bite Now Bite“ und „Those“ sind mir einfach zu lahm. Wenigstens machen sie nicht den Fehler sich selber zu verleugnen, um etwa aktuellem „aggrotech“ oder „cybertechno“ Tribut zu zollen. Gleich bei den ersten Tönen ist zu hören, daß die alten Haudegen selber am Werk sind, man bekommt also was erwartet werden kann, jedoch nicht mehr. Ihr Klang ist nach wie vor unverwechselbar, was ich jedoch schmerzlich vermisse ist die Trompete von Marc, abgesehen von den dunklen Ledermänteln + Kopfbandagen bei Bühnenauftritten, eines ihrer Markenzeichen.

Fenris W.


The Minimal Electro/EBM pioneers which were formed 28 years ago are out with their brand new release. Besides "The Klinik" there was and still is "Absolute Body Control", but that's a different story.

Review by Fenris W. for WolfHall

The artwork dates from a leaflet handed out on a gig in 1987, part of the "Intergalactical Noise Structure Festival", where I saw them live for the first time in Ravensburg/DE. I am a big fan ever since. The last show I went thus far was in 2010 at the "Wave-Gotik-Treffen" in Leipzig/Germany, Their first appearance as a duet in years. In between I attended plenty more gigs by them.

What the Flemish EBM contemporaries of "Vomito Negro" have recently demonstrated by a come-back album, Dirk and Marc play catch up with their fellows in 2013. "The Klinik" never went away altogether, thefounder M. Verhaeghen tried to fly the flag, however with varying degrees of success. Band members did solo projects for quite some years. Eric Van Wonterghem, former 3rd band member, left the band soon to start his project "Insekt". He joined "Sonar" later on, another project launched by Dirk Ivens in the 90s.

"Eat Your Heart Out" features 9 titles with a total time of 39:37 min. The ratio of up-tempo to down-tempo tracks is 1:2. They did experiment quite a bit as well in the past, but only 3 forward pushing songs: "Mindswitch", "Bite Now Bite" and "Those" is really lame according to my taste. At least they do not make the mistake of discrediting themselves by flirting with the hot "aggrotech" or "cybertechno" styles. Immediately you get what you deserve by the veterans but nothing on top. The sound is unique, even though I miss the trumpet played by Marc, one of their hallmarks, apart from their stage outfit involving dark leather coats and head bandages.

Fenris W.

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Album Rezension, Feb. 2013 | Album review, Feb. 2013

Wardruna - Runaljod – Yggdrasil [Indie Recordings, 2013]

★★★★★★★★★★ (10/10)

Dies ist der zweite Teil der geplanten Trilogie, welche das altnordische Futhark zum Thema hat, und es musikalisch zum Klingen bringt.
‚Yggdrasil‘, (altnordisch:„Der Weltenbaum“) wird Ende März 2013 offiziell erscheinen, bis dahin müssen sich die heidnischen Folk Liebhaber für die CD noch gedulden. Was 2008 mit ‚Runaljod – Gap Var Ginnunga‘ verheißungsvoll begonnen hatte, findet nun mit dem zweiten Teil den vorläufigen Höhepunkt. Ursprünglich stammen die Bandgründer aus dem Black Metal, und wandten sich einigermaßen enttäuscht von dieser Szene ab, um ihr neues Projekt ‚Wardruna‘ vor 10 Jahren ins Leben zu rufen. Sie scheinen nun endgültig eine neue Heimal gefunden zu haben.
Ich kann nur voll des Lobes sein. Selten hat ein Werk eine derartige Begeisterung bei mir ausgelöst.
Die Fortsetzung kommt einiges perfekter, runder und durchdachter daher, wo Teil 1 an einigen Stellen doch sehr improvisiert wirkte.

Unter ‚Yggdrasil‘, die Gelehrten streiten sich, ob nun der Baum die Esche oder die Eibe symbolisiert, empfing Odin die Weisheit um die Runen, so steht es in der Edda geschrieben. Der zweite Teil des Alphabets glänzt mit einzigartig dargebotenem Pagan Folk, akustisch instrumentierten, tanzbaren Titeln, vom ersten ‚Rotlaust tre fell‘ bis zum letzten ‚Helvegen‘. Eine dynamische Reise mit rituellem Schlagwerk, alten Streich- und Holzblasinstrumenten, wie dem Bukkehorn (Ziegenhorn). Weiblicher sowie männlicher Gesang wechselt sich ab mit Chorälen in langsameren und schnelleren Stücken.

Inzwischen hat die auf 6 Mitglieder angewachsene Truppe einige tolle Auftritte in Europa hingelegt, und ist in den vergangenen 4 Jahren hörbar erwachsener geworden.
Mit 69 minuten totaler Spielzeit, ist den norwegischen Recken das Mittelstück des Gesamtkunstwerks gelungen.


Fenris W.


This is the second part of the planned Trilogy, which focuses on the ancient Norse Futhark, and brings it to life.
'Yggdrasil', (Old Norse: 'The World Tree') will be officially released by the end of March 2013, till then the fans of Pagan Folk will have to be patient. What began back in 2008 with 'Runaljod – Gap Var Ginnunga', continues now with the second part, its provisional culmination. Originally the band members come from Black Metal, and left the scene rather disappointed, only to start their new project 'Wardruna' almost 10 years ago. They seem to have reached their final destination by now.

There is no other thing than to be full of praise about the new work, it is very rare that I am so amazed.
The follow-up is more elaborated, thought through, where Part 1 sounded at some points quite improvised.

Under 'Yggdrasil', the pundits still argue if the tree symbolizes an Ash or a Yew, Odin receives the Wisdom of the Runes, as it is written in the Edda. The second part of the alphabet shines with uniquely performed Pagan Folk, played on acoustic instruments, danceable tunes, from the first one 'Rotlaust tre fell' to the last 'Helvegen'. A dynamic trip incorporating ritual percussions, ancient strings and wind instruments, like the Bukkehorn (Goat Horn). Featuring female and male vocals alternating with chorus in slower and faster pieces.

Meanwhile the band has grown to 6 members, which have played some exciting gigs in Europe. They matured quite a bit, as the sound on this album reflects.
Totaling 69 minutes, the Norwegian warriors well managed the centrepiece of the Gesamtkunstwerk.


Fenris W.

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Album Rezension, Jan. 2013 | Album review, Jan. 2013

Aura Noctis - Vitae Proelium [In The Morningside Rec.,2013]

★★★★★★★★★☆ (9/10)

Nach ‚Itineris I‘ aus dem Jahr 2011 kommt nun ein deutlich augereifteres, akzentuierteres zweites Album des weiblichen spanischen Duos. Den Hörer erwartet eine exzellente Mischung aus Ethereal, Mittelalterlichem und Neoclassical. Der Umgang mit den akustischen Instrumenten ist gekonnt, lediglich gegen Ende erklingen noch Synthie-Flächen im Hintergrund. Das macht den Hauptunterschied zum ersten Werk aus, wo Keyboards dominierten. Insbesondere die Gesangsstücke sind sehr reizvoll angelegt. Solos, Duette oder gregorianisch angehauchte Partien von beiden Sängerinnen. Außerdem spielen sie Klavier und Cello. Für Flöte, Oboe und Schlagwerk wurden Gastmusiker gewonnen, die ausnahmslos eine versierte Arbeit abliefern. Der Titelsong des Albums, ‚Vitae Proelium‘ (lat.):‚Kampf des Lebens‘ ist wohl das gelungenste Stück.

Ungefähr die Hälfte der CD sind instrumentale Titel, vermutlich waren sie zur Auflockerung gedacht, oder damit die CD voll wird. Ansonsten kann man den Künstlern wenig ankreiden. Bezaubernde Höhepunkte sind zweifelsohne die Stücke mit Gesang, davon wünsche ich mir noch mehr wenn die nächste Veröffentlichung ansteht.
Das Mastering der Produktion wurde vom Chef des französischen Prikosnovénie Labels übernommen, bei dem sie sichtlich in guten Händen waren.

Fenris W.


After 'Itineris I' dating from 2011, now the second album by the female Spanish duo is out, noticeably matured and more clearly focused. Expect an excellent blend of 'Ethereal', Medieval and 'Neoclassical'. The skilled use of acoustic instruments is obvious, only towards the end spheric synthie-sounds are incorporated. That is the main difference regarding the first album, where keyboards have dominated. The vocal parts are particularly charming. Solos, duets or pieces with a Gregorian touch sung by the two. In addition they play the piano and cello. Guest musicians were signed on for flute, oboe and percussion, all deliver a fabulous job. The title song of the album, 'Vitae Proelium' (lat.): 'Battle of Life' is the most prolific.

About half of the tracks are instrumental, supposedly they were meant for loosing up, or just to round off the CD. But this remains the only thing to complain. Enchanting highlights are undoubtedly the pieces featuring vocals, I demand more of those on the upcoming release.
The mastering was done by the boss of the French label Prikosnovénie, which was a pretty good deal for them.

Fenris W.

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Review by Fenris W. for WolfHall


Album Rezension, Dez. 2012 | Album review, Dec. 2012

Inneres Gebirge - Schlafender König [Deggial Rec., 2012]

★★★★★★★★☆☆ (8/10)

Beschließen wir das Jahr 2012 mit einer sanfteren Note, einem hörenswerten Debut-Album der deutsche Truppe, die sich aus Mitgliedern vom ‚Aeldaborn‘ Umfeld rekrutiert.
Gesanglich erinnerts an ‚Dies Natalis‘, musikalisch an ‚Blood Axis‘ und die rituelleren ‚Waldteufel‘. Die Handschrift von Produzent Axel Frank (‚Werkraum‘) ist unverkennbar. Die Textmischung aus deutsch, mittelhochdeutsch und englisch läßt grüßen.
Basierend auf Worte des Zeitgenossen Uwe Lammla, Walther von der Vogelweide sowie William Blake. Infolge wird die CD sehr kurzweilig, die Stimmung wechselt permanent hin und her. ‚Schwarzer Wein‘, ‚Wogendes Korn‘, ‚Diefenbach‘, allesamt famose Titel mit Tiefgang.

'Diefenbach' @youtube

Wenn der Sänger Unterstützung von weiblicher Seite bekommt, sind die Stück noch besser, wie bei ‚Wolkenwanderer‘, oder wenn backing vocals Eingang finden, wie bei ‚Oh Schatten‘.
Ansonsten ist seine Stimme schon sehr dünn, siehe ‚Ludwig im Schnee‘ und ‚Death In Your Heart‘, damit tut er sich und uns keinen Gefallen.

'Ludwig im Schnee' @youtube

Das ist aber auch das einzige Manko an ‚Schlafender König‘.
Eine kurzweiliges Arrangement aus ‚Neofolk‘ und mittelalterlichen Klängen (Flöten, Fidel, Ziehharmonika, Harfe). Das Album umfasst 16 Titel mit einer Gesamtlänge von 75 Minuten. Die Instrumentierung, insbesondere das Schlagwerk ist sehr stimmig. Zur ausgewogenen Abmischung und dem Mastering der bezaubernden akustischen Folklore darf man Axel Frank gratulieren.

Fenris W.


Let's end the year 2012 on a lighter note, with the debut album by this German troopers. Its recruits are musicians associated with the band 'Aeldaborn'.

The vocals remind of 'Dies Natalis', the music of 'Blood Axis' and the more ritual 'Waldteufel'. The strong hand of producer Axel Frank ('Werkraum') makes its mark. The lyrics are based on German, Middle High German and English material by the likes of contemporary Uwe Lammla, Walther von der Vogelweide and William Blake. Therefore the CD becomes highly entertaining and diverse, the moods are changing permanently from one end to the other. 'Schwarzer Wein', 'Wogendes Korn', 'Diefenbach', all in all splendid titles with great depth.

'Diefenbach' @youtube

When the lead singer gets female assistance, the tracks get even better, exemplified in 'Wolkenwanderer', or when backing vocals are added, as in 'Oh Schatten'.
Apart from that his vocal performance is rather brittle, like in 'Ludwig im Schnee' and 'Death In Your Heart'. Apart from that his vocal performance is rather thin, like in 'Ludwig im Schnee' and 'Death In Your Heart'. He doesn't do any favours to himself and his audience.

'Ludwig im Schnee' @youtube

This is to be considered as the only drawback of 'The Sleeping King'. An amazing arrangement of 'Neofolk' and Middle Age sounds (Flutes, Fiddle, Concertina, Harp). The album consists of 16 titles spanning 75 minutes. The well managed percussions are noteworthy.
One must congratulate Axel Frank on his balanced downmix and mastering of this delightful acoustic folklore.

Fenris W.

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Album Rezension, Nov. 2012 | Album review, Nov. 2012

Legionarii & Waffenruhe - The Evropean Brotherhood Trilogy (part I) [Castellum Stoufenburc, 2012]

★★★★☆☆☆☆☆☆ (4/10)

Dies ist die zweite Folge aus dem Band: ‚Alben die die Welt nicht braucht‘.
Obwohl ich das deutsche Label ‚Castellum Stoufenburc‘ sehr schätze, der Sampler ‚Sturmreif: The New Underground Of Military Pop‘ ist beispielsweise grandios, machen 2 lahme Enten wie in diesem Fall noch keinen Schnellläufer. Die vorgestellten Titel sind unterdurchschnittlich bis mittelmäßig.
Sämtliches Martial Industrial / Neoclassical Material ist elektronisch erzeugt, und hört sich auch demenstprechend austauschbar an.
Außerdem hält die Verpackung nicht, ich meine das Artwork, was die Musik dann letztendlich hergibt. Da wird schon sehr dick aufgetragen.
Leider enttäuscht dieses Split Album genauso wie die letzten 3 Alben von ‚Legionarii‘.
Bei ‚Waffenruhe‘ ist es leider nicht viel besser was die letzten Veröffentlichungen angeht, ich stell hier keinen Fortschritt fest.
Schade eigentlich.

Fenris W.


This is the second chapter from the volume: 'Albums, mankind can do without'.
Although I appreciate the output of the German label 'Castellum Stoufenburc', the sampler 'Sturmreif: The New Underground Of Military Pop' is really terrific for instance, 2 lame ducks do not make a sprinter.
I would rate the presented tracks 'beyond average' to 'average'. The entire Martial Industrial / Neoclassical material is electronically produced, and sounds according to it really exchangable.

Apart from that, the music does not deliver, what the packaging promises, they over-egg the pudding quite a bit. This split album does manage to disappoint once again, as well as the last 3 albums by 'Legionarii' did already.
The same with 'Waffenruhe', concerning the latest releases, I cannot see any achieved progress.
What a pity.
Fenris W.

Legionarii @facebook · Waffenruhe @youtube
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Album Rezension, Okt. 2012 | Album review, Oct. 2012

Horologium - Du Grand Désir [Ur Muzik,2012]

★★☆☆☆☆☆☆☆☆ (2/10)

Dies ist die erste Folge aus dem Band: ‚Alben die die Welt nicht braucht‘.
Heute mit unambitionierter, belangloser Hintergrundmusik.

Der Werktitel, zu deutsch: „Große Sehnsucht“, kann nicht darüber hinwegtäuschen: dies ist gewollter aber nicht gekonnter ‚Neoclassical‘. Vorwiegend instrumental bis auf das Stück ‚Stormchaser Unbound‘, in dem eine flüsternde weibliche Stimme erklingt. Sogar auf Samples wird verzichtet. Sämtliches Material ist elektronisch erzeugt, daß ist bei anderen polnischen Musik-Kollegen wie ‚Across The Rubicon‘ oder ‚Cold Fusion‘ nicht viel anders, aber das Ergebnis ist spannender.

Das Split Album ‚Decorated Silence‘ mit K. Meizter, erschienen auf ‚Old Europa Cafe‘ anfang des Jahres, war ein wenig besser.
Für die Gestaltung des Covers gibts einen Trostpunkt, den anderen für den guten Vorsatz.
Dieses war der erste Streich, der zweite folgt zugleich...

Fenris W.


This is the first chapter from the volume: 'Albums, mankind can do without'.
Today featuring unambitious, irrelevant background music.

Don't be misled by the fancy CD title, desiring 'Neoclassical', but failing to deliver. Mainly instrumental, except the piece 'Stormchaser Unbound' which features whispered female vocals. The entire material is electronically achieved, no genuine instruments involved. Furthermore he renounces any sound samples, which would add a bit of flavour to the mix. His Polish genre fellows of 'Across The Rubicon' or 'Cold Fusion', are working by the same technique, but the outcome is much more rewarding.

The last split album with K. Meizter, 'Decorated Silence' issued on 'Old Europa Cafe' earlier this year, was better for sure.
I award two points for consolation, one for cover artwork and the other for good intentions.
Watch out for my next installment of that nature.

Fenris W.

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Album Rezension, Sept. 2012 | Album review, Sept. 2012



Various Artists - Nordic Audio Modern 2012 [Autarkeia, 2012]

★★★★★★★★★☆ (9/10)

Der Festival Sampler erschien zur diesjährigen ‚Nordic Audio Modern‘ Veranstaltung, die im Mai in Vilnius (Litauen), stattgefunden hat. Auf einer Spieldauer von 79 min., sind sämtliche Titel exklusiv hier zu hören. Veröffentlicht im CD-digipak, limitiert auf 500 St. Das Mastering übernahm kein geringerer als Peter Andersson von ‚raison d'être‘. Eine schwedisch-baltisch-deutsche, also ‚nordische‘ Ko-Produktion sozusagen.

Grob einordnen läßt sich das Dargebotene unter ‚Post-Industrial‘.
‚Deutsch Nepal‘ ist mit 3 Liedern deutlich überrepräsentiert, die restlichen Bands steuern je einen Studio Track bei, der von ‚Land:Fire‘ wurde live aufgenommen. Eine vorzügliche Zusammenstellung deren Schwerpunkt bei deutschen ‚Dark Ambient‘ Beiträgen des Labels ‚Loki Found‘, nämlich ‚Inade‘, ‚Circular‘, ‚Fjernlys‘, ‚Land:Fire‘, ‚Herbst9‘ liegt. ‚Ex.Order‘ fallen hier leicht aus dem Rahmen, gehen sie doch mit härterer Gangart vor. Abgerundet wir dies mit den angesprochenen schwedischen ‚Deutsch Nepal‘ (Ritual Industrial)‚ ‚Trepaneringsritualen‘, ‚In Slaughter Natives‘, sowie den Power Electronikern ‚Survival Unit‘. Um etwas Lokalkolorit hinzuzufügen hatte man 2 unbekanntere Projekte aus Litauen (‚Maldur Atai‘, ‚Oro! Oro!‘) verpflichtet. Jedoch senkt das den Schnitt der Compilation etwas.

Besonders erwähnenswert ist das Stück ‚Everlasting‘ von ‚Fjernlys‘, das mit ätherischem weiblichen Gesang einschmeichelt, und im krassen Gegensatz dazu, das Stück ‚Those about to die‘ von ‚Survival Unit‘, das es richtig krachen läßt. Die Kollaboration von ‚Deutsch Nepal‘ mit ‚Trepaneringsritualen‘ überzeugt ebenfalls.

Fenris W.


The Festival Sampler was released at this year's 'Nordic Audio Modern' event, which took place back in May in Vilnius (Lithuania). The CD is in a digipak format, limited edition of 500. Total duration is 79 min., all the contributions are exclusive. Mastered by nobody less than Peter Anderson from 'raison d'être'. A Swedish-Baltic-German, i.e. ‚Nordic‘ co-production so to speak.

'Post-Industrial' would be a suitable tag.
'Deutsch Nepal' is over-represented with 3 titles, the other participants add 1 track each to the compilation. All of which are studio recordings, except the one by 'Land:Fire', which was recorded live. A exquisite selection, which focus on German ‚Dark Ambient‘ tracks by the Label 'Loki Found', that is 'Inade', 'Circular', 'Fjernlys', 'Land:Fire', 'Herbst9'. 'Ex.Order' gets a bit out of line with a tougher approach. Complemented by the already mentioned Swedish 'Deutsch Nepal' (Ritual Industrial), 'Trepaneringsritualen', 'In Slaughter Natives', as well as the 'Power Electronic' group 'Survival Unit'. To add a local colour, 2 lesser known bands from Lithuania ('Maldur Atai','Oro! Oro!') were also on the ticket. Those two lower the average quite a bit.

Particularly noteworthy is the piece 'Everlasting' by 'Fjernlys' incorporating beguiling female vocals and ethereal atmosphere, in stark contrast stands the track 'Those about to die' by 'Survival Unit', where Hell brakes loose. The collaboration between 'Deutsch Nepal' and 'Trepaneringsritualen' is convincing as well.

Fenris W.

Festival Sampler @Autarkeia's Shop · Survival Unit live @Nordic Audio Modern 2012/Video
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Album Rezension, Aug. 2012 | Album review, Aug. 2012

Various Artists - Kosmoloko 2 [Galakthorrö, 2012]

★★★★★★★★☆☆ (8/10)

Willkommen bei der zweiten Ausgabe des schaurig-schönen Miniaturenkabinetts aus dem Hause Galakthorrö. Jeder der Künstler ist mit 2 unveröffentlichten Beiträgen vertreten, eingerahmt von Titeln der Eigentümer selbst. Das Gesamtprogramm ist getrimmt auf LP Länge, da es sowohl als LP und als CD erscheint, und bietet einen Einblick in das aktuelle Schaffen der Kreativen.

Den Anfang macht November Növelet, mit der unterkühlten Stimme von ‚Mrs. Arafna‘ in einem minimalisch verstörenden Stück, den zweiten Titel trägt der Gesang von ‚Mr. Arafna‘, deutlich melodischer und eingängiger. Die besten Stücke kommen jedoch mit ‚power electronics‘ von „Subliminal - Embrace“ und mit ‚Minimal Industrial‘ von „Herz Jühning - Son of Earth“ daher.
„Hermann Kopp“ fügt instrumental ungeschliffene und experimentelle Teile zum gelungenen Ganzen der Zusammenstellung. Die zwei abschließenden Stücke von „Haus Arafna“ sind für manchen eventuell enttäuschend, weil sie nicht die gewohnten ‚Kracher‘ sind, wie man auf obigem Video zu ‚Lying in State‘ hören kann.

Jeder der Beteiligten ist sich treu geblieben, was außerordentlich begrüßenswert ist. Klar strukturierte Lieder, die einen nicht erschlagen, aber in die man sich jedoch erst einhören muß. Dann entdeckt man eine unnachahmliche, unverkennbare eigene Handschrift, der man nur Respekt zollen kann.

Lediglich die Covergestaltung finde ich für die zweite Ausgabe der Zusammenstellung etwas unter Niveau, hatte der erste Teil noch prima mit praller Natur zur enthaltenen Musik kontrastreich gepunktet. Nächstes Mal gibt sich ‚Herr Arafna‘, seines Zeichens gelernter Buchdrucker und Schriftsetzer, bestimmt mehr Mühe.

Unvergesslich ist mir die Begebenheit, daß ich mit den Beiden vor Jahren in München einen Abend verbringen durfte. Ich habe sie als sympathische und geistreiche Zeitgenossen kennengelernt. Mittlerweile leben sie eher zurückgezogen in Niedersachsen.

Fenris W.


Welcome to the second edition of the eerily beautiful Miniature-Cabinet by the House of Galakthorrö. Every artist is featured with 2 unreleased tracks, which are kept together by 2 titles of the owners themselves. The entire set is trimmed to LP length, because it is released as a LP and CD version, and offers an insight to the recent creative output of the label.

The start makes November Növelet, with the super cool voice of 'Mrs. Arafna' in a minimalistic, distorted piece, the follow up track is more melodic and catchy, dominated by the vocals of 'Mr. Arafna'. The best songs involve 'power electronics' by "Subliminal - Embrace" and 'Minimal Industrial' from "Herz Jühning - Son of Earth". "Hermann Kopp" adds instrumental, experimental and brute titles to the well turned out compilation. Maybe there is some disappointment, because the two closing titles by "Haus Arafna" aren't the usual 'Hits', listen therefore to the song 'Lying in State' in the video above.

Well structured songs, not overcharged, but that demand quite a bit of attention to get the right access point. As a result you will explore an unique distinctive approach, which must be credited.

Only the artwork is lagging the first issue of 'Kosmoloko'. Vol. 1 had scored with bulging naturalness on the cover, offsetting the restrained sounds it contained. I think 'Mr. Arafna', trained printer and typesetter, will make up for that next time around.

Many years ago I've spent a night to remember with the couple in Munich. I was very pleased to meet some likeable and witty fellows. Meanwhile they live rather reclusive in Lower Saxony/DE.

Fenris W.

Galakthorrö Homepage
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Album Rezension, Juli 2012 | Album review, July 2012

Dirty K - Torrent Of Fury [Hands Productions, 2012]

★★★★★★★★★★ (10/10)

Diesen Monat hat es etwas länger gedauert bis mich ein Album richtig überzeugen konnte, und welches hier Eingang gefunden hat. Nun aber ist es soweit, ‚Rhythmic Noise‘ vom Allerfeinsten. Endlich eine CD ohne Etikettenschwindel, Oldschool von hoher Qualität, der direkt in die Beine geht. Sorry an die ‚Knicklicht-Abteilung‘; dieses Album ist zu hart für euch! Keine Spur von Aggrotech oder Future Pop, das erleichtert mich sehr.Was das britische Duo Ryan & Kaysha auf ihrem mittlerweile vierten Album zu Wege gebracht hat ist klasse. Ausgereift, knackig produziert, ohne Kompromisse. Was soll ich sagen: Ich bin begeistert.

Die knallharten schnellen Beats werden losgetreten mit ‚Dark Ambient‘ Intros, angereichert mit passenden, noch nie gehörten Samples und Breaks. Die Rhythm’n’Noize Kracher ‚Frequent Thoughts of Violence‘ und ‚Smog Blanket (Torrent Version)‘ beweisen dies.

Midtempo Stücke sind auch dabei, beispielsweise ‚Scattered Elements‘ und ‚Maschine Music‘. ‚Something Dark‘ und ‚Disturbing Thoughts‘ erinnern an ‘Imminent Starvation‘, mit den zurückgenommen Rhythmen und den gedehnten Melodiebögen im Hintergrund. Wenn, dann ist ‘Broken Storm [End]‘ mein Lieblingstück, aber es ist schwierig nur einen einzigen Favoriten auszumachen. Es gibt sehr viele davon. Ein wahrer Sturzbach der Wut.

Dirty K sind gerade auf Tour, nächste Woche auf dem ‚Summer Darkness‘, ab dem 27. Juli in Utrecht/NL.

Ein paar Kostproben davon gibts an X-mas, 25.12.12 im ABBY • Floor 3/‚Lärm Spezial‘ bei mir auf der Tanzfläche.

Fenris W.


'Good things come to those who wait'. Well, it took a little longer this time around to find a fully convincing album. Finally it's here, 'Rhythmic Noise' right in your face. A CD without the usual label fraud, high quality 'Oldschool', which moves your body. No signs of 'Aggrotech' or 'Future Pop'. I breathed a sigh of relief. What the British Duo Ryan & Kaysha achieved on their already 4th full length album is mesmerizing. A matured, uncompromised and edgy production, I am thrilled! Sorry glow-stick dancers and ravers: this sound is to harsh for Ya!

Brutal, fast beats are getting started by 'Dark Ambient' intros, complementing unique samples and breaks. Rhythm‘€™n‘€™Noize smashers 'Something Dark' and 'Frequent Thoughts of Violence' give an impressive demonstration.

Mid-tempo titles are also included, e.g. 'Scattered Elements' and 'Maschine Music'. 'Something Dark' and 'Disturbing Thoughts' are reminiscent of "Imminent Starvation", consisting of muted rhythms and stretched melodic arcs in the background. If I would have to choose a favourite track it would be 'Broken Storm [End]', but it is hard to pick just one. There are way too many. A true torrent of Fury.

They are currently on tour, next week @'Summer Darkness', beginning on July, 27. in Utrecht/Netherlands.

Watch out for my DJ set on X-mas, Dec. 25, @ABBY • 3rd floor/'Noise Special', where I will play some Dirty K.

Fenris W.

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Album Rezension, Juni 2012 | Album review, June 2012

Suveräna - Vanguard [Rage In Eden, 2012]

★★★★★★★☆☆☆ (7/10)

Der aus dem spanischen Kastilien stammende Musiker präsentiert bei der Plattenfirma ‚Rage In Eden‘ (ehem. War Office Propaganda/PL), ein sehr vielversprechendes, Debut-Album. Ein Sammelsurium unterschiedlichster Ideen, Stile und Melangen.

Es enthält 15 Titel, 6 davon kürzer als 2:30, das ist insbesondere bei Martial Industrial und Neoclassical sehr ungewöhnlich. Man verspielt somit einige Chancen, und dem Hörer wird es nicht unbedingt leicht gemacht, sich auf eine Stimmung einzulassen. Mir als DJ blutet das Herz, und ich möchte am liebsten sofort einiges auf 6:30 in die Länge ziehen, bzw. remixen.

Warum? Weil es derart viel Potential birgt, andere Kollegen hätten glatt 3 CDs daraus gemacht. Das ist der eigentliche Kritikpunkt am Album. Man hätte sich besser einige Motive für das zweite Album aufgespart, anstatt sie nur im Ansatz wiederzugeben.

Das Schlagzeug ist bei Martial Industrial natürlich sehr prägend, und das ist hier rhythmisch abwechslungsreich, mit vielen Facetten und nicht elektronisch billig produziert. Der Gesang bei Stücken wie ‘Exilio‘ und ‘Helligkeit‘ gefällt besonders. Das letztere erinnert mit den weiblichen Vocals an ‚Rosa Crvx‘ im neuen Gewandt mit Dark Electro und martialen Klängen. Das dunkle ‘The Borderline‘, mit dem verhallten weiblichen vibrato Gesang und dem orgelartigen Keyboard beschwört eine elektronische ‚Diamanda Galás‘ herauf.

Der gregorianische Choral ist im ersten Moment etwas gewöhnungsbedürftig, aber durchaus effektvoll. Wie auf dem Video bei ‚Tenebrae‘ zu hören, zusammen mit dem hymnischen ‚Vanguard‘ die eingängigsten Lieder dieses kraftvollen düsteren Werks.

Ich hoffe es werden noch viele Veröffentlichungen dieses talentierten Künstlers kommen. Jedenfalls werde ich gespannt die weitere Entwicklung verfolgen. Das soll als Ansporn verstanden werden. Dann wäre der Weg zur Speerspitze /Avantgarde dieser tollen Musikrichtung souverän geebnet.
Fenris W.


The artist who hails from Spanish Castile presents his very promising debut album on the label 'Rage In Eden' (former: War Office Propaganda/PL). A hodgepodge of varied ideas, styles and blends thereof.

It consists of 15 titles, 6 of them shorter than 2:30, which is especially in the Martial Industrial and Neoclassical genre highly unusual. He is wasting a number of opportunities, and the listener has a difficult time to adjust to the mood of the songs. I, as a DJ, get a bleeding heart, and instantaneously feel need to extend some tracks to 6:30, respectively make a remix of it.

Why?, because the material yields a tremendous potential, colleagues would have made 3 CDs out of it. This my main critique. He should have saved some motives for the second album, instead of giving a rudimentary impression.

The drums are the defining element in Martial Industrial, and here they are played in a wide range, multi-faceted, without sounding cheap. I am particularly fond of the vocals on pieces like 'Exilio' and 'Helligkeit'. The latter one, with female vocals reminds of "Rosa Crvx" in a new Dark Electro look with martial tunes. The dark 'The Borderline', with its delayed female vibrato vocals, and the organ-like keyboard, conjures up an electronic Diamanda Galás.

The Gregorian Chant is initially hard to get accustomed to, but quite compelling. To be heard on the video of 'Tenebrae', which represents along with the hymnic 'Vanguard', the most accessible track to this powerful, brooding opus.

I hope that many more releases are yet to come by this talented artist. For my part, I will certainly look forward to the future development of 'Suveräna'. This shall be perceived as a stimulus. Then the way is paved in a sovereign manner, to the Avant-garde in this exciting genre.
Fenris W.

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Album Rezension, Mai 2012 | Album review, May 2012

Empusae - Symbiosis [Ant-Zen, 2012]

★★★★★★★★☆☆ (8/10)

Eine feines Mini-Album ist mir da untergekommen, sinnigerweise mit dem Titel: ‚Symbiosis‘, des flämischen Künstlers Empusae. Bekannt ist ‘Sal-Ocin‘ vielleicht eher als Bestandteil von ‚This Morn' Omina‘, sowohl in der Live Besetzung von ‚Ah-Cama Sotz‘ als auch bei ‚In Slaughter Natives‘.

Auf 4 von 6 Stücken wird mit bekannten Bands der Szene kooperiert, allen voran mit dem Apocalyptic Folk Duo: ‘Ordo Rosarius Equilibrio‘, wobei dies die schwächste Komponente der Symbiose darstellt.
Weit aus erfolgreicher ist die Zusammenarbeit mit ‚Arcana‘ und ‚In Slaughter Natives‘. Der Titel mit Unterstützung von ‚Arcana‘ eingespielt wurde, taucht ab in die Ethereal Klangrichtung, das Lied mit Kollegen ‚In Slaughter Natives‘ ist deutlich härter und rhythmischer. Auf Titel Nr. 5 leiht Nick Grey seine Stimme aus, selbiger hat u.a. auch auf dem Projekt ‚Grey Force Wakeford - Marble Heart‘ mitgearbeitet. Abgerundet wird das Album mit 2 Stücken gänzlich aus eigener Hand.

Die ‚Symbiose‘ mit seinen Projektpartnern ist ihm auf dem vorliegenden Album durchaus gelungen, man lernt die Kollaborateure von einer anderen, elektronischeren Seite kennen, ohne das sie zuviel von ihrem eigenen Charme einbüßen.
Wer auf das Wave-Gotik-Treffen 2012 geht, sollte sich den Auftritt des Klangmagiers nicht entgehen lassen.
Fenris W.


Flemish act Empusae issued a fine Mini-album, which bears the name: 'Symbiosis'. The title is wisely chosen, on 4 out of 6 album tracks accomplished scene mates are featured. Mastermind 'Sal-Ocin', perhaps better known for his work with 'This Morn' Omina', taking part both in the live Line-up by 'Ah-Cama Sotz' and with 'In Slaughter Natives'.
Track #1 features the apocalyptic Folk Duo: 'Ordo Rosarius Equilibrio', and offers the weakest link to the 'Symbiosis'.

That follows the collaboration with 'Arcana' and 'In Slaughter Natives', which is more successful. The title with 'Arcana' dives into the Ethereal Sound-scape, the track with 'In Slaughter Natives' is much harsher and more rhythmic.
On the fifth track Nick Grey lends his vocals, who worked on the project 'Grey Force Wakeford - Marble Heart' amongst others. The album is completed by 2 songs, merely out of his own production.

The 'Symbiosis' with his partners plays out quite well, we become acquainted with the collaborators by another, more electronic side. This is reached without losing much of their own specific characteristics.
Empusae will perform live at this years Wave-Gotik-Treffen in Leipzig/Germany, so don't miss this Dark Ambient/Rhythmic Noise sound magician.
Fenris W.

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Album Rezension, April 2012 | Album review, April 2012

The Bewitched - Without A Net [Not on Label, File, FLAC, MP3; 2012]

★★★★★★★★★☆ (9/10)

Im März hab ich eine tolle Entdeckung im Netz gemacht, die Band ‘The Bewitched‘.
Nämlich das Duo Mary (alias ‚Mimi Ray'), und Eric Elliot aus St Paul, Minnesota, USA, mit ihrem zweiten Album. Was die Beiden hier abliefern ist bemerkenswert. Unglaublich gut produziert, ohne kommerziell zu wirken.
Mary singt auf dem Album und spielt Hackbrett und Harfenzither. Eric singt auch, übernimmt Keyboards, Schlaginstrumente und Gitarre.

Mich erinnert das persönlich an ‚Ataraxia‘, wenn man von dem störenden Vibrato- Gesang der Italienerin absieht. Cabaret Noir, Ethereal, Steampunk und Darkwave könnte man als Stilbezeichnung hernehmen. Die beiden entwickeln daraus ihre ganz eigene Mixtur, das klingt alles sehr zielsicher. Die ersten 4 Titel sind sicherlich die besten, ‘Another Day, Another Life‘, meine #1.
another day, another life The Bewitched - Another Day, Another Life @MySpace

Beginnend mit dem fünften Stück ‚Olde Lullaby‘, flacht das Album etwas ab, wird ruhiger und klingt aus.
Der Web-Release soll demnächst auch als CD erscheinen, ein Video ist ebenfalls in Arbeit.
Das Album gibt es zum Download auf ihrer Bandcamp Seite, mit dem Vermerk: "Buy Now, name your price".

Da sie Konzerte spielen, und zu hoffen ist, daß sie eines im guten alten Europa geben, laß ich mir den Termin keinesfalls entgehen.

Fenris W.
Anmerkung:
In diesen Besprechungen bin ich komplett unabhängig, und niemandem Rechenschaft schuldig.
Ich bekomme keinerlei Promos oder Vergünstigungen von Labels oder Bands.
Es ist allein meine Entscheidung ob und wie ich hier ein Album beurteile.


I made an awesome discovery on the net lately, the band "The Bewitched".
Namely the duo Mary (a.k.a. 'Mimi Ray'), and Eric Elliot from St Paul, Minnesota (USA), with their second album. What the two of them deliver here, is remarkable. Extraordinarily well produced, without sounding commercial.
Mary sings on the album, plays dulcimer and autoharp. Eric contributes vocals, keyboards, percussion and guitar.

I personally get reminded of "Ataraxia", if you subtract the stressed vibrato vocals by the Italian singer. 'Steampunk', 'Cabaret Noir', 'Ethereal', 'Acoustic' and 'Darkwave' can be applied as a tag. They develop their own unique blend, it all sounds very accurate.
The first 4 titles are certainly the best, "Another Day, Another Life", is my #1.
another day, another life The Bewitched - Another Day, Another Life @MySpace

Beginning with the fifth track "Olde Lullaby", the album fades out a little, becomes calmer and quieter.
The web-file will be released on physical CD the coming days, a video is in the works too.
As of now the album can be downloaded from their bandcamp site, please note: "Buy Now, name your price".

'Cos they perform concerts, and hopefully they do one in Good Ol' Europe someday, I will definitely not miss that date.

Fenris W.
Note:
I am completely independent in my reviews, unbiased, I have no obligation whatsoever.
I receive no promotional copies, which I must review or get any other profit for doing so.
Therefore it is my personal choice only, how and what I am recommending here.

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Album Rezension, März 2012 | Album review, March 2012

Monica Richards - Naiades [Danse Macabre, 2012]

★★★★★★★★☆☆ (8/10)

Der dritte Teil des ‚InfraWarrior' Zyklus: ‚Naiades', der ‚Faith And The Muse' Mitgründerin und Sängerin, ist sehr ausgereift, man merkt die künstlerische Erfahrung.
Dark Wave, Gothic Rock, Ethereal, alles sehr harmonisch, eingängig, ein Werk das ihren Geschlechtsgenossinen bestimmt gefällt. Das es definitiv für die Tanzfläche taugt, freut mich umso mehr.
Dominantes tribal Schlagzeug und Melodiebögen mit abwechselnder Dynamik fügen sich zu starken Titeln wie dem ‚Endbegin‘. Stellenweise erinnert mich ihre Gesangsstimme an die von ‚Siouxsie Sioux von Siouxsie & The Banshees'. Ebenfalls eine Meisterin ihres Fachs.
‚The Mighty‘ erinnert mit dem Hackbrett im Hintergrund, und dem ausgesungenen Liedtext an die unvermeidlichen ‚Dead Can Dance'. Dies ist auch die erste Single des Albums.

Gut produziert, der Halleffekt auf dem Gesang macht es ein wenig breiig, Höhen fehlen manchmal.
1-2 Stücke davon bei der nächsten WolfHall Party an Halloween im ABBY.

Fenris W.
Anmerkung:
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The third installment of 'InfraWarrior': 'Naiades', by 'Faith And The Muse' Co-founder and singer, is very matured; One realizes the experienced artist.
Dark Wave, Gothic Rock, Ethereal, everything utterly harmonic, catchy, a work which will appeal especially to her gender mates. It works definitely for the dancefloor, which I am fond of.
Dominant tribal percussion and melodic arches with changing dynamics result in strong titles, for example "Endbegin". Sometimes I am reminded of the vocals from Siouxsie Sioux by Siouxsie & The Banshees. A master in her art as well.
"The Mighty" containing a dulcimer in the background, and the stretched vocal notes are reminiscent of the inevitable 'Dead Can Dance'. This track marks the first single of the album.

A good production, although reverb is too high, and I do miss treble at times, this makes it sound slightly undifferentiated.
1-2 songs out of the album at the next WolfHall Party on Halloween @ABBY.

Fenris W.
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Album Rezension, Feb. 2012 | Album review, Feb. 2012

Narsilion - Elenna Nórë [Ars Musica Diffundere, 2011]

★★★★★★★☆☆☆ (7/10)

Um es vorweg zu nehmen, die Vorgängeralben haben mir besser gefallen. Nicht, daß es ein schlechtes Werk ist, es ist mir einfach zu glatt und gefällig produziert. ‚Ethereal‘ - ‚Heavenly Voices‘ dominieren, Flötentöne im überfluß.
Bisher war ich immer der Meinung daß das Duo, welches auch unter dem Dark Ambient/Apokalyptic Folk Bandprojekt: ‚Der Blaue Reiter‘ veröffentlicht, hier die etwas rauhere Schiene fährt. Aber wohl nicht mehr.
‚Fantasy Medieval Folk‘ nennen sie es.
Als ich sie auf der Freilichtbühne im ‚Heidnischen Dorf‘ beim Wave-Gotik-Treffen 2011 gesehen habe, war ich baff. Was sie da geboten haben, war beeindruckend. Mittelalterklänge mit percussivem Folk gekonnt dargeboten. Das gehörte für mich zu den besten Auftritten des Festivals.
Vielleicht waren deshalb meine Erwartungen zu groß.

Wo früher Ecken und Kanten waren, ist nun alles weichgespült. Die Instrumentierung ist gut, die Studioprduktion sowieso. Stimmlich ist der männliche Protagonist leider nicht gesegnet.
‚The Quest Of Legacy‘, für mich das beste Stück des Albums.
Spanischer Gesang bei einigen Titeln, gemischt mit japanischen Klängen, das ist schon sehr speziell.
Fenris W.
Anmerkung:
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To say it bluntly, I enjoyed the previous albums much more.
Not to be mistaken, it is not a bad work after all, the studio production is just too soft and tender to my taste.
"Ethereal" - "Heavenly Voices" are prominent, Flute tunes in great abundance. I thought until now, that the Duo, which also releases music under the Dark Ambient/Apocalyptic Folk band-project "Der Blaue Reiter", uses her first band Narsilion to present tougher sounds, but I proved wrong this time.
"Fantasy Medieval Folk" they call it.

When I saw them perform live on an open air stage at the "Heidnisches Dorf" (Pagan village) last year @"Wave-Gotik-Treffen", I was stunned. Medieval tunes and percussive Folk amazingly performed. This was one of my personal highlights at the 4 day festival.
Maybe that's why they did not match my high expectations.

Where the former albums are edgy and rough, they have now become sweet and mellow. The instrumentation is done well, the production, needless to say, too.
The male singer is definetely not blessed with a great organ.

"The Quest Of Legacy" is the best track in my opinion.
Songs sung in Spanish, accompanied by Japanese sounds, that is very special indeed.
Fenris W.
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Album Rezension, Januar 2012 | Album review, Jan. 2012

Various Artists - Electronic Body Matrix 1 [Alfa Matrix, 2011]

★★★★★★★★★☆ (9/10)

Zur Abwechslung am Jahresbeginn ein Sampler in der monatlichen Alben-Besprechung. Wahrscheinlich die beste Dark Elektro-Minimal Electronic-EBM Zusammenstellung, die ich bis dato gehört habe. Anläßlich des 10-jährigen Bestehens des belgischen Elektronik Labels ‚Alfa Matrix‘, wurde eine Box veröffentlicht die insgesamt 112 Stücke auf 4 CDs + mp3 downloads sowie ein T-Shirt beinhaltet.

¾ davon unveröffentlichte oder rare Titel von Old School EBM Bands wie: Portion Control ‚Amnesia‘ oder neue Titel von EBM Vorreitern wie Poesie Noire ‚We'll Die Dancing‘, Dark Electro Stücke à la Noisuf - X ‘Fucking Invective‘ bis hin zu Minimal Electronic: Isis Signum Feat. Drey - ‘Music Is My Heart (Alternative Version)‘. Jäger 90 ist vertreten mit: ‘Der Verzicht‘ , das verdächtig nach DAF klingt. Sturm Café - ‚Die Wahrheit‘, Nitzer Ebb mit deutschen Texten?, ein kurzes aber gutes Stück für die Tanzfläche. Die relativ neue Schublade ‚Aggrotech‘ ist auch vertreten, mit Funker Vogt und Nachtmahr.

Einen Compilation, auch oder gerade für Denjenigen geeignet, der seither vielleicht eher wenig mit diesem Genre anzufangen wußte. Der Bogen reicht, wie angesprochen, von den alten Haudegen, bis zu den heutigen Szene Acts.
Das ganze bei dieser Menge an Material ohne Schwachstellen hinzubekommen begeistert einen.
Fenris W.


For a change, at the outset of the New Year a review about a label Compilation. Perhaps the best Dark Electro - Minimal Electronic - EBM sampler I heard this far. The 10th year anniversary of the Belgian electronic label "Alfa Matrix" was the occasion for releasing this box, containing 112 songs on 4 CDs + additional downloads, as well as a T-Shirt.
¾ of the tracks are previously unreleased or rare stuff from Old School EBM Bands like: Portion Control "Amnesia" or new titles by EBM pioneers like: Poesie Noire "We'll Die Dancing", Dark Electro type titles à la Noisuf - X "Fucking Invective" spreading out to Minimal Electronic: Isis Signum Feat. Drey - "Music Is My Heart (Alternative Version)".
Jäger 90 is featured by: "Der Verzicht"(The Sacrifice), which sounds suspiciously like DAF (Deutsch Amerikanische Freundschaft). Sturm Café - "Die Wahrheit" (The Truth), Nitzer Ebb with German lyrics?, a short but fine dance-track. The tag "Aggrotech" is featured too, with bands like Funker Vogt and Nachtmahr.
A compilation which works great as an access point to the world of Electronic Body Music of the past, leading towards today's acts.
Putting together this amount of material, without any weak spots is really impressive.
Fenris W.

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Review by Fenris W. for WolfHall


Album Rezension, Dez. 2011 | Album review, Dec. 2011

Hexperos - The Veil Of Queen Mab [Equilibrium Music,2010]

★★★★★★★★★★ (10/10)

Das Beste hab' ich mir für den Schluß aufgehoben, nämlich meine persönliche Neuentdeckung des Jahres 2011, auch wenn das Album schon von 2010 stammt.

Jedenfalls ist es das aktuelle Werk von diesem itialienischem Duo. Es ist ihr zweites Album auf dem portugiesischen Label Equilibrium Music. Das die beiden auch privat ein Paar sind, merkt man, da ihre Musik sehrharmonisch daher kommt, wie aus einem Guß.

Wegen der Geburt ihrer gemeinsamen Tochter 2011, war es wohl ein wenig ruhiger bei ihnen, was das Musikmachen anlangt.
Bisher kannte ich Hexperos nur von 2 Beiträgen auf den italienischen Samplern: ‚Nikolaevka‘, und ‘In the darkroom Vol.1‘, beide von 2008, die allerdings sehr ruhig geraten sind. Dieses Album hingegen bietet von allem etwas. Mindestens 2 Titel davon sind für mich Tanzflächen-tauglich, und werden demnächst in Spielberichten auftauchen...
Dazu gehört allen voran: ‘Queen Mab‘, das man auf dem Video hören kann, sowie ‚El Velo Azul‘.

Wie soll man ihre Musik beschreiben?
Ethereal, mit Beimengungen von Martial Industrial und Modern Classical vielleicht. Eine Melange aus ‚Dead Can Dance' und ‚Rosa Crvx'? Entscheidet bitte selbst.
Die Mischung machts eben mal wieder. Es wirkt nie eindimensional oder langweilig, was natürlich auch daran liegt, daß die beiden wissen was sie tun. Der schöne opernhafte Gesang von Alessandra Santovito, fügt sich in die Kompositionen ihres Partners Francesco Forgione gelungen ein. Ein sehr stimmiges und wohlklingendes Werk, das besonders von den gekonnten Arrangements mit akustischen Instrumenten wie Harfe, Blas- und Streichinstrumenten sowie Schlagwerk profitiert.
Besser gehts nicht.
Respekt.
Fenris W.


I saved the best for my final review in 2011. My personal highlight so far this year, a new discovery, despite that the album dates back to 2010.
Nevertheless it is the latest full length opus, the 2nd by the Italian duo to be precise, which has been released on a Portuguese label. Obviously the duo is a couple too. This is reflected in their sound, which is greatly harmonic and consistent. Due to the birth of their daughter in 2011, they paused in their musical output I suspect.
I came across their band name only on two samplers from 2008: "Nikolaevka", and "In the Darkroom Vol.1". Their contributions on the two Italian compilations are very quiet indeed, and do not stand out much. But their latest work is much more forward going, and versatile.
At least 2 tracks are good dance tunes. First and foremost: "Queen Mab", which is featured on the video mentioned in this post, as well as "El Velo Azul". So watch out for upcoming playlists of mine, which will feature those titles.
A good definition of their sound would be Ethereal, mixed with Martial Industrial und Modern Classical elements.
'Dead Can Dance' meets 'Rosa Crvx'? I leave it for you to decide.
The blending of those elements makes their sound so interesting. It is at no point boring or sounds one-dimensional. They know exactly what their up for. The beautiful opera-like vocals by Alessandra Santovito are bedded into the compositions of her partner Francesco Forgione. A fitting and very pleasant work, which profits immensely from the arrangements with acoustic instruments, e.g. acoustic guitar, harp, reeds, strings and percussion.
That's as good as it gets.
Bravo!
Fenris W.
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Album Rezension, Nov. 2011 | Album review, Nov. 2011

Vermaledeyt - Relikt [Totentanz, 2010]

★★★★★★★★★☆ (9/10)

Ich habe sie des nächtens auf der Bühne an Pfingsten 2007 in Waldreichenbach beim Armati Equites Festival gesehen, und war sofort begeistert. Eine spielfreudige junge Truppe, die das Publikum mitgenommen hat. Das geht auch ohne E-Bass und E-Gitarre, so muß Mittelalter Folk/Rock sein.
Das Album überzeugt komplett.
Tanzbare Sachen (‚Feuer und Flamme‘), Balladen, Hymnen und zum Abschluß eine Liedversion für Piano und weibliche Vocals. Arrangements, Gesang und Instrumentierung sind sehr gelungen.

Die Memminger haben noch großes vor sich.

Fenris W.
Das neue Album ‚SaltaNeo‘ wird am 28. April 2012 in Memmingen im Kaminwerk vorgestellt.
Ebenfalls werden sie dann am Dienstag darauf am 1. Mai in Bad Säckingen auf dem MPS Festival spielen.


I saw them around midnight live on stage at the annual "Armati Equites" Medieval Festival, back in 2007, and was enthusiastic.

A playful young bunch of people, that captured the audience in an instant. That works even without E-Guitar and E-Bass, in my opinion the best way of interpreting modern Medieval Folk-Rock.
Their album is totally convincing.
Dance tunes, "Feuer und Flamme" (Fire and Flame), intercepted by ballads and hymns, as a finishing point a bonus track, the solo version for piano and female vocals.
Arrangement, vocals and instrumentation are really great.

The folks from Memmingen (South-West Germany) will certainly have a terrific career.

Fenris W. The new album "SaltaNeo" will be presented live on April 28, 2012 @Kaminwerk.
They play the MPS Festival, on May 1. in Bad Saeckingen too.

Vermaledeyt Website · Vermaledeyt @facebook
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Album Rezension, Okt. 2011 | Album review, Oct. 2011

Kriegsfall U. - Untitled [Epidemie Rec., 2011]

★★★★★★★☆☆☆ (7/10)

Ertens, entschuldigung für die Verspätung.
Das ungarische Ein-Mann Projekt meldet sich mit einem sehr kraftvollen neuen Album zurück. Martial Industrial / Post Industrial und Neofolk Liebhaber/Innen werden hier bedient. Fast 5 Jahre sind seit dem letzten Album vergangen. Herangereift ist dadurch ein aggressives, aussagestarkes, wenn auch manchmal etwas beliebiges Werk. Handwerklich jedenfalls ist nichts zu beanstanden.
Auf Stück Nr. 4: ‘Pures, Heroes, Saints‘, gibt es Unterstützung von der erfahrenen Sängerin von ‘The Moon And The Nightspirit‘, die einen katholischen ungarischen Hymnus beisteuert.
Ob die katholische Kirche oder das Heidentum bessere Antworten zu unserem Dasein hat, darüber ließe sich natürlich trefflich streiten. Dies soll aber nicht Gegenstand dieser Albenbesprechung sein...
Aleister Crowley wird an manchen Stellen ebenfalls zitiert *gähn*
Das letzte Stück will uns wieder versöhnen, scheitert jedoch bei dem Versuch.
Fenris W.


The Hungarian one man project is back with a powerful new album. It suits Martial Industrial- / Post Industrial- and Neofolk lovers.
Nearly 5 years in the making, the work became very impressive, yet it sounds a bit inconsistent. From a technical point of view, it is without any objections. By the way, "Kriegsfall U." translates to "Case of war - U. = U.(ngarn)/Hungary?".
On track No. 4: "Pures, Heroes, Saints", the singer of "The Moon And The Nightspirit" contributes her experienced vocals by interpreting an Hungarian hymn.
If the catholic church or paganism has better answers to our human existence, is of course a very controversial point, but does not belong in an album review...
Even Aleister Crowley is quoted by some samples on the album. *yawn* .
The last track on the album, a folk song, tries to reconcile, but fails to do the trick.
Fenris W.

Kriegsfall U. im Interview bei necroweb · Kriegsfall U. @facebook
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Album Rezension, Sept. 2011 | Album review, Sept. 2011


Listen to audio extracts from the album on Lustmord's Site

Lustmord - Songs Of Gods And Demons [Vaultworks, 2011]

★★★★★★★★★☆ (9/10)

Der Herr der Finsternis ist zurück.
Die Neuerscheinung, eine Zusammenstellung von unveröffentlichten Stücken, oder von welchen, die auf einer inzwischen vergriffenen LP zu haben waren. Sehr empfehlenswert, besonders für diejenigen, die noch nichts von Herrn Brian Williams gehört haben.
Die ersten 5 Titel des Albums sind unveröffentlicht, die letzten 2 bonus Titel der download version, ‚Permafrost‘ und ‚Mass‘ stammen von der ‚Vhutemas Archetypi‘ LP (1985). ‚Permafrost‘ erinnert an SPKs ‚In Flagrante Delicto‘. ‚Vault‘ wurde 2001 für eine Fernsehsendung komponiert, und wabert tief dunkel.
Ich darf mich glücklich schätzen, damals eine Schallplatte gekauft zu haben.
Auch die Live Umsetzung seiner Klänge ist außerordentlich beeindruckend. Wer nicht die Gelegenheit hatte, ihn auf dem WGT im Volkspalast zu sehen, hat nochmals die Chance am 02. Oktober 2011 auf dem Maschinenfest Oberhausen.
Speziell für seinen Auftritt entworfene Filmkunst steigern das Sinneserlebnis ungeahnt.
Großartiges ‚Dark Ambient‘ Kino.

Fenris W.


The Lord of Darkness is back.
The new compilation consists of previously unreleased, and of tracks from a deleted vinyl album. Very recommended, in particular for those, who have not heard from Mr. Brian Williams before.
The first 5 titles are previously unreleased, the 2 bonus tracks on the file version, "Permafrost" and "Mass" have been released on "Vhutemas Archetypi" LP in 1985. "Permafrost" reminds of SPK's "In Flagrante Delicto".
"Vault" was composed in 2001 for a TV programme, and has very deep tunes.
I am glad that I purchased a copy in the 80s.
The stage presentation of his sound is very impressive too. Who missed Lustmord on this years Wave-Gotik-Treffen @Volkspalast, has the chance @Maschinenfest Oberhausen/Germany (02 October 2011). Especially designed visuals enhance the sensory experience immensely.
Great dark ambient cinema for your head.

Fenris W.

Lustmord Website · Lustmord @facebook
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Album Rezension, Aug. 2011 | Album review, Aug. 2011

:Golgatha: - The Horns Of Joy [Trisol, 2011]

★★★★★★★★☆☆ (8/10)

Ihr definitiv bestes Album bislang.
Gelungene Mischung aus Ethno Folk/Ethereal- (‚Fertility‘), Neofolk- (‚The iron rose‘ + ‚Nihil‘) und Martial-Industrial- (‚Hymn for the fallen one‘) Stücken.
Mal tanzbare Lieder, mal getragenere Titel. Lediglich die Arrangements könnten länger und einen Tick besser abgemischt sein.
Fenris W.


Absolutely their best album up to date.
Fitting blend out of Ethno Folk/Ethereal- ("Fertility"), Neofolk- ("The iron rose" + "Nihil") and Martial-Industrial- ("Hymn for the fallen one") tracks.
Dance tunes are followed by downtempo titles. Merely some songs are just too short, what is a pity, and the downmix could be improved by a little.
Fenris W.

:Golgatha: @facebook · Track "Rising"-Video @facebook
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Letzte änderung: 24.08.2012