Über das Jahresrad:
In vergangenen Zeiten wurde das Leben in viel stärkerem Maße vom Rhythmus der Jahreszeiten bestimmt. Die Jahresfeste strukturierten das Jahr, ließen den Menschen der Veränderungen der Natur innewerden. Die Vorgänge in der Umwelt hatten ihre Entsprechung in den durch Geburt, Hochzeit und Tod markierten Lebensabschnitten, aber auch in seelischen, spirituellen Prozessen.
Die acht großen Jahresfeste sind eigentlich bewegliche Feiertage, auch wenn sie heutzutage zumeist an einem festen Datum begangen werden. Die vier Sonnenfeste werden an den Sonnenwenden (dem kürzesten und dem längsten Tag des Jahres) bzw. den Tagundnachtgleichen gefeiert. Die vier Mondfeste sind zwischen den Sonnenfesten angeordnet und fallen auf einen bestimmten Vollmond bzw. Neumond im Jahr.
Das Jahresrad orientiert sich an den ursprünglichen astronomischen und daher beweglichen Daten. Eine ausgezeichnete und sehr ausführliche Darstellung dazu findet sich in den Heidnischen Feiertagen, denen auch viele Details zum Brauchtum entnommen wurden.
