Totenfest, Ahnenfest, Samhain (kelt.)

Dieses Fest ist eigentlich ein beweglicher Feiertag am 11. Neumond des Jahres, der aber in vielen Kulturen am 31. Oktober / 1. November begangen wird. Gefeiert wird der Abschied von der Sonne. Die Natur "stirbt", es beginnt auch für den Menschen die Zeit, sich in sein Inneres zurückzuziehen und Kräfte neu zu sammeln.

Bereits die Germanen gedachten zu dieser Zeit der Ahnen. Sie begannen das Fest mit einem Totenfeuer. Mit viel Getöse stellte man in einem Fackelumzug die Wilde Jagd, das von Odin angeführte Heer der Verstorbenen, nach und zog zu den Gräbern der Ahnen. Bei einem abschließenden Festmahl wurde ein Teil der Speisen für die Ahnen aufgetragen und stehen gelassen.

Für die Kelten ist Samhain der Abschluss und das höchste Fest des Jahreskreises, eine Zeit in der die Grenzen zwischen dem Diesseits und der Anderswelt durchlässig sind.

Die katholische Kirche legte das Fest Allerheiligen auf den 1. November, Allerseelen - das Fest, an dem der Toten gedacht wird - auf den 2. November. Aus dem englischen All Hallows Eve entwickelte sich später Halloween.

Beitrag des DLF zu Samhain

Letzte Änderung: 26.12.2008