Feuerfest, Frühjahrsfest, Walpurgis (), Beltane (kelt.)

Dieses Fest ist eigentlich ein beweglicher Feiertag am 5. Vollmond des Jahres, der jedoch zumeist in der Nacht vom 30. April zum 1. Mai begangen wird. Die Natur steht nun in voller Blüte, ab jetzt spielt sich das Leben wieder im Freien ab. Begangen wurde dieser Feiertag mit ausgelassenen und freizügigen Bräuchen, wie dem Tanz um das Feuer oder den Maibaum, bei denen junge Frauen und Männer einander fanden. Der gemeinsame Sprung über das Feuer galt als Verlobung. Rituelle Liebesakte im Wald oder auf den Feldern sollten die Fruchtbarkeit auf die Natur übertragen.

Ein solches Treiben war der Kirche ein Dorn im Auge, die das Ausleben (vor allem der weiblichen) Sexualität verteufelte und das Fest zum Hexensabbat, einem Fest der Teufelsverehrung, umdeutete. Der christlichen Dichtung nach fliegen in dieser Nacht die „Hexen” auf Besen, Mistgabeln und anderen Fluggeräten gemeinsam zum Blocksberg. Dort tanzen sie angeblich im Kreis um das Feuer herum, und küssen anschließend dem Teufel den Hintern. Dann lassen sie sich mit dem Satan vermählen, der ihnen die Fähigkeit zur Zauberei gibt.

Das Datum wurde zum Feiertag der Heiligen Walpurga erklärt, dennoch hat das ursprünglich heidnische Brauchtum nichts von seiner Faszination verloren. Vielerorts wird heutzutage noch ein Maibaum errichtet und der Tanz in den Mai gefeiert.

Maibaum (Wikipedia)

Letzte Änderung: 29.12.2011